Anbeter werden in Maria Trost

    Eucharistische Anbetung in der Wallfahrtskirche Maria Trost

    Es ist uns wahrlich eine Riesenfreude, dass sich so viele Beter für den Anbetungstag in Maria Trost gefunden haben. Jesus anbeten erfordert keine Ausbildung und keine außergewöhnlichen Fähigkeiten. Das einzige was wir tun müssen, ist, Ihm ein bisschen Zeit schenken.

    Diese Stunde, die man mit Jesus verbringt, kann man frei gestalten und sie z. B. nützen, um den Rosenkranz zu beten, in der Bibel zu lesen, von Herz zu Herz mit Jesus zu sprechen, Loblieder zu singen  oder zu schweigen, um ganz auf Gott zu hören. Wenn man müde und erschöpft ist, kann man aber auch nur ganz einfach vor IHM da sein und IHN anschauen, wie es ein Bauer zur Zeit des hl. Pfarrers von Ars gemacht hat.

    Ausführlich erzählte Johannes Vianney einmal in einer Predigt darüber: „In der ersten Zeit, da ich in Ars war, befand sich hier ein Mann – merket auf, meine Kinder! -, es gab einen Mann hier, der niemals an der Kirche vorbeiging, ohne einzutreten. Morgens, wenn er zur Arbeit ging, und abends, wenn er zurückkam, ließ er Hacke und Spaten vor der Kirchtüre stehen und blieb lange Zeit in Anbetung vor dem heiligsten Sakrament. O wie gern sah ich das! Ich fragte ihn einmal, was er denn mit unserem Herrn rede während der langen Besuche, die er bei Ihm mache. Wisst ihr, was er antwortete? „O, Herr Pfarrer, ich sage Ihm nichts, ich sehe Ihn an, und Er sieht mich an!“

    Manchmal kann die Anbetungszeit sehr „trocken“ sein und scheinbar wie nutzlos vorbeistreichen. Es gehen einem vielleicht allerlei Gedanken durch den Kopf, und manchmal ist man sogar versucht, die Zeit abzukürzen und davonzulaufen. Sogar großen Heiligen, wie einer hl. Faustina ist es so ergangen. Sie schreibt selbst im Tagebuch darüber:

    (Nr. 691) Heute, obwohl ich sehr erschöpft bin, beschloss ich, die Heilige Stunde abzuhalten. Beten konnte ich nicht, knien konnte ich auch nicht, aber ich harrte die ganze Stunde des Gebetes aus und verband mich im Geiste mit jenen Seelen, die schon in vollkommener Weise Gott preisen. Am Ende dieser Stunde erblickte ich plötzlich Jesus. Er sah mich tief und mit unaussprechlicher Güte an und sagte: „Dein Gebet ist Mir außerordentlich lieb.“ Nach diesen Worten kam in meine Seele eine eigentümliche Kraft und geistige Freude. Die Anwesenheit Gottes durchdrang meine Seele durch und durch. O, was mit einer Seele geschieht, die sich Aug in Aug mit dem Herrn trifft, das hat keine Feder beschrieben und wird es niemals beschreiben…

    Vielleicht werden Sie all das Schöne, das die hl. Faustina da beschreibt, nicht auf dieselbe Art und Weise erleben, aber die eine Wahrheit gilt auch für Sie: Großes wird Gott in jenen Seelen wirken, die anbetend vor Ihm sind. Wenn wir beten, dann kann Jesus arbeiten. Er beschenkt und verwandelt uns in der Anbetung und formt aus uns gütige Menschen, die Ihm immer ähnlicher und ein großer Segen für die Mitmenschen werden.

    Alle Anbeter haben sich bereit erklärt, im 4 Wochen-Rhythmus je eine Stunde zu übernehmen. Es kann natürlich auch sein, dass sich in Ihrer Zeit andere Beter oder Touristen in der Kirche einfinden. Alle sind herzlich eingeladen, vor dem Allerheiligsten zu verweilen.

    Wenn Sie gerne auch eine fixe Stunde Anbetung vor dem Allerheiligsten übernehmen möchten, melden Sie sich bitte bei:

    Libor Albert 00420 603 845 864, oder bei Sr. Colette 00420 732 831 339, oder in Maria Trost am Festnetz: 00420 386 321 678